Neue Inspiration für aufregende Bilder

Wer kennt sie nicht, die Hochphasen der Begeisterung, wenn es einem ständig unter den Fingernägeln juckt und man nur eines will: Fotografieren, Fotografieren und noch mehr Fotografieren. Was aber tun, wenn die Euphorie nachlässt, wenn die Motivation verloren geht, man das Gefühl hat, nicht weiterzukommen und es an Inspiration mangelt?

Zurück zu den Anfängen

Mögliche Gründe für den bedrückenden Mangel an Inspiration gibt es viele. Vielleicht ist man generell gerade in einer schlechten Phase, fühlt sich abgeschlagen und ohne Lebensfreude. Vielleicht hat man aber auch im Gegenteil so viel um die Ohren, dass man daneben einfach keine Zeit zum Fotografieren findet. Vielleicht ist es auch das Gefühl, seit Langem die gleichen Fotos zu machen und sich einfach nicht fortzuentwickeln, dass einem die Begeisterung raubt. Oder aber man hat so hohe Anforderungen an die eigene Leistung und die eigenen Bilder, dass man sich selbst die Freude am kreativen Schaffen verdirbt. Egal woran es liegt, es gibt immer einen Weg aus der kreativen Schaffenskrise!

Ein guter Ausgangspunkt dafür kann es sein, sich zunächst einmal damit auseinanderzusetzen, was einen zu Anfang am Fotografieren gereizt hat. Indem man sich eigene Bilder vor allem aus der Anfangsphase des fotografischen Schaffens ansieht, kann man sehen, wie weit man schon gekommen ist, wo man sich selbst weiterentwickelt hat. Aber vielleicht auch Aspekte entdecken, die einen damals interessierten, man aber inzwischen vernachlässigt hat. Ganz wichtig ist es dabei, sich immer wieder daran zu erinnern, dass die eigenen Fotografien, sofern sie nicht dem Broterwerb dienen, nur den eigenen Ansprüchen und Vorstellungen entsprechen müssen. Bei der Fotografie als Hobby geht es in erster Linie darum, Fotos für sich selbst zu machen.

Manchmal ist aber auch genau hier der Wurm drin. Denn so mancher Hobbyfotograf macht tolle Fotos, die nie jemand bestaunen darf. Um aus einem Tief im fotografischen Schaffen zu kommen, kann es daher auch helfen, den eigenen Arbeiten zu Sichtbarkeit zu verhelfen und so Anerkennung und vor allem Rückmeldungen dazuzubekommen. Das kann über Fotowettbewerbe, eine eigene Webseite oder ein selbst designtes Fotobuch möglich sein. Dabei setzt man sich auch noch einmal ganz anders mit dem eigenen Oeuvre auseinander und erlebt längst Bekanntes ganz neu.

Inspirierende Vorbilder

Vorbilder sind wichtig und das gilt auch in der Fotografie. Um neue Inspirationen zu finden und sich weiterzuentwickeln, kann es zum Beispiel helfen, sich die Werke anderer FotografInnen anzuschauen. Das geht gemütlich von zu Hause aus auf Instagram, Pinterest oder den Webseiten von einzelnen FotografInnen, deren Arbeit man schätzt oder auch auf den Webseiten von Fotowettbewerben etc. Natürlich wirken Fotos aber ganz anders in Galerien, Ausstellungen und Museen. Sich mit der Arbeit und dem Leben berühmter Wegbereiter der Fotografie zu beschäftigen, kann bewegend sein und eine neue Schaffensphase befeuern. Und natürlich gibt es auch viele gute Filme über FotografInnen, deren Bilder auf einer großen Kinoleinwand eine ganz neue Wirkung entfalten.

Es müssen aber nicht gleich die ganz Großen sein, von denen man in puncto Fotografie lernen und sich inspirieren lassen kann. In Workshops und Kursen zu Themen der Fotografie kann man Neues entdecken und sich weiterentwickeln und damit neue Anreize schaffen, die Kamera wieder in die Hand zu nehmen. Sich mit anderen auszutauschen, sei es bei gemeinsamen fotografischen Ausflügen oder auch online auf Foto-Foren kann einem Gemeinschaft und wichtige Kontakte bieten, die die eigene Arbeit unterstützen und befeuern. Mit anderen gemeinsam zu fotografieren ist nicht jedermanns Sache, kann die eigene Arbeit aber sehr bereichern. Speziell dafür werden auch Fotoreisen angeboten. Eine willkommene Abwechslung zu Reisen mit Familie und Freunden, wo immer einer nörgelt, weil man so lange vor einem Motiv stehen bleibt…

Ob mit anderen oder allein neue Einstellungen und unbekanntes Equipment können aufregend und inspirierend sein. Also nicht alles auf Automatik laufen lassen, sondern mit den verschiedenen Settings und Möglichkeiten spielen. Dafür ist natürlich besonders eine unbekannte Fotoausrüstung geeignet. Wenn das Portemonnaie eine solche Investition in Zeiten von wenig Inspiration nicht hergibt, kann man auch Kameras und Zubehör leihen oder mieten.

Neues wagen

Wann haben Sie sich beim Fotografieren zum letzten Mal so richtig herausgefordert gefühlt? Wann hatten Sie das Gefühl, neues, unbekanntes Terrain zu betreten und etwas wirklich Neues auszuprobieren? Dieses Gefühl des Unbekannten kann Angst machen und die Tendenz des Menschen ist es, sich im Vertrauten, in dem, was er schon gut kennt und beherrscht, zurückzuziehen. Aber wir alle wissen, dass man an seinen Herausforderungen außerhalb der Komfortzone nicht nur wächst, sondern dass es auch befreiend sein kann, sich naiv und unbedarft an eine neue Sache zu wagen. Und damit auch mal daneben zu liegen. Wenn das eigene Fotografieren mit der Zeit zur Routine geworden ist und es an Herausforderungen mangelt, sollte man einfach mal etwas Neues probieren.

Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Man kann zum Beispiel neue Techniken erlernen, sei es beim Fotografieren selbst oder auch in der Nachbearbeitung. Oder kann vielleicht ein neues Genre in der Fotografie willkommene Abwechslung und neue Inspiration bieten? Vielleicht ist es aber auch die analoge Form der Fotografie und das damit zusammenhängende Entwickeln der Fotos, das mit seinem Vintage-Charm und Handwerkscharakter zu neuen Entdeckungen einlädt? Und schließlich bleibt noch die ultimative Art und Weise, sich aus der eigenen Komfortzone heraus zu katapultieren: Reisen. Auf einer Reise kann man sich und die eigene Arbeit neu kennenlernen und die eigenen Vorstellungen von der Welt hinterfragen.

Und damit kommen wir zum letzten wichtigen Punkt: Um aus der Schaffenskrise zu kommen, hilft es, nicht nur in der Fotografie neue Wege zu gehen. Wer nach Inspiration für die eigenen Fotos sucht, sollte auch außerhalb der Fotografie Neues ausprobieren. Neben neuen Orten, die man auf Reisen erkundet, können das auch zu Hause ein neues Hobby oder neue Freunde sein. Man kann ein neues Musikgenre erkunden oder sich an der Küche eines wenig bekannten Landes versuchen. Hauptsache neu und aufregend. Denn ist Fotografie nicht eine ständige Suche nach der Welt und eine Art für andere sichtbar zu machen, was einen an ihr so fasziniert? Wem es an Inspiration für die Fotografie mangelt, fehlt es vielleicht auch an Dingen, für die er sich begeistert und die er auf seine ganz persönliche Weise festhalten und mit anderen teilen will. Diesen Funken der individuellen Faszination gilt es wiederzufinden, um bald wieder richtig tolle Fotos zu machen!

Quellen

https://photographycourse.net/photography-inspiration/ https://www.wix.com/blog/photography/photography-inspiration-ideas

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