Ist die Leica M die beste Street-Fotografie Kamera?

Sie gehört zur Geschichte der Street-Fotografie wie keine andere Kamera und hat die Entwicklung des Genres erst möglich gemacht: Die Leica M war lange die Kamera schlechthin in der Streetfotografie. Ein kleiner Exkurs in die Welt der Leica M, was sie ausmacht und ob sie auch heute noch alternativlos ist.

Die beste Kamera für Street-Fotografie 

Nein, es muss keine Leica sein. Für die spontanen Aufnahmen, die besonderen Szenen des Alltags, die das Genre der Street-Fotografie ausmachen, ist die beste Kamera ganz einfach immer die, die man dabei hat und vor allem die Kamera, mit der man umgehen und wirklich gute Fotos machen kann. Das kann unter Umständen eine Kamera sein, die man schon hat oder zu einem günstigen Preis gebraucht kaufen kann. Wer sich für dieses Fotografie-Genre interessiert und erste Erfahrungen sammeln muss, braucht dafür keine Leica aus der M-Reihe, im Notfall darf auch mal das Smartphone für Experimente herhalten, Hauptsache üben.

Wer sich ernsthaft für Street-Fotografie interessiert und nach der besten Kamera für Street-Fotografie sucht, kann mit einer Kamera aus der Leica-M-Reihe sicherlich sein Glück finden. Die Anforderungen an eine Kamera sind von einer FotografIn zur nächsten ganz unterschiedlich und es hängt ganz vom eigenen Stil und den individuellen Vorlieben ab, welche Kamera am besten zu einem passt. Generell sollte man bei der Wahl einer passenden Kamera für Street-Fotografie allerdings bedenken, dass Diskretion und eine möglichst leichte Kamera bei langen Streifzügen in der Stadt von Vorteil sind.

Streetfotografie mit der Leica M 

Nicht ohne Grund sind Messsucherkameras wie alle Kameras aus der Leica-M-Serie die mit Abstand beliebtesten Kameras unter Street-FotografInnen. Zwar müssen hier ohne Automatik im Voraus Verschlusszeit und Blende manuell eingestellt werden und der richtige Abstand zum Fotografieren gefunden werden. Sind die richtigen Einstellungen aber gemacht, kann der Fotograf aber ganz Teil der Szene werden und sich ganz auf sein Sujet konzentrieren. Durch den Messsucher, der ein direktes Bild auf die Szene erlaubt und zugleich einen größeren Bildausschnitt zeigt, als die Kamera zu fassen bekommt, kann man sich als Fotograf als Teil des Geschehens fühlen. Da das Bild auch beim Auslösen nicht verdeckt wird, entgeht einem nichts und durch den größeren Bildausschnitt kann man schneller auf Menschen oder Objekte, die ins Bild geraten, reagieren. 

Kameras mit Festbrennweite haben außerdem den Effekt, dass der Fotograf sich recht nah an sein Sujet heran bewegen muss, was weniger Diskretion bedeutet und möglicherweise zu Reaktionen, vor allem aber auch zu Interaktionen mit Menschen im Studio eines Street-Fotografen - der Stadt - führen kann. Manch einer mag diese Form des Kontaktes scheuen und hinter der Kamera lieber anonymer Beobachter bleiben. Wenn man sich auf die Interaktion einlassen kann, wird man aber vielleicht eine neue Facette der eigenen Fotografie entdecken und sich auch fotografisch weiterentwickeln.

Muss es eine Leica sein?

Wer das nötige Kleingeld hat, um sich eine Leica M für die eigene Streetfotografie-Leidenschaft anzuschaffen, wird sie schnell schätzen lernen. Die schicke Retro-Kamera mit dem kleinen Objektiv ist nicht besonders auffällig. Leica Kameras sind zudem besonders klein, leicht und leise, was in puncto Diskretion bei der Street-Fotografie unschlagbar ist. Wenn man schon vor dem Fotografieren eine “Fokuszone” wählt, kann man sich anschließend ganz dem Fotografieren hingeben. Dieser manuelle Fokus im Vorhinein ist schneller als jeder Autofokus.

Durch die besonders kleinen, handlichen Objektive kann man die Leica Kameras auch bei ausgiebigen Streifzügen stundenlang durch die Gegend tragen, statt sie wie eine klobige Spiegelreflexkamera umständlich verstauen zu müssen. Die Leica M-Serie zeichnet sich besonders durch ihr Gesamtdesign aus, was perfekt auf Street-Fotografie ausgelegt ist. Knöpfe und Drehknöpfe sind während des Fotografierens bequem zu erreichen und prägen sich schnell ein, sodass sie nach kurzer Zeit ganz intuitiv bedient werden können. Alles an einer Leica M ist perfekt durchdacht, sie bietet den nötigen kreativen Spielraum für Street-Fotografie, ohne durch Extrafunktionen und fotografischen Schnickschnack abzulenken.

Allein durch ihren Preis kommen Leica Kameras für AnfängerInnen oft nicht in Frage. Andere Mütter haben auch schöne Töchter und so gibt es beispielsweise von Fujifilm, Panasonic und Canon gute Messsucherkameras, die sich bestens für Street-Fotografie eignen. Ein Vorteil beim Kauf einer Leica ist, dass die qualitativ hochwertigen Kameras sehr langlebig sind. So lassen sich auf dem Gebrauchtmarkt einwandfreie Kameras aus zweiter Hand erstehen, die das Portemonnaie schonen und sich perfekt für Street-Fotografie eignen. Dasselbe gilt neben Kameras auch für Objektive und Zubehör von Leica.

Beliebte Leica Modelle für Street-Fotografie

Bisher war es die M10-R, die unter Street-FotografInnen das beliebteste Modell aus der legendären M-Reihe darstellte, seit 2022 macht ihr aber die neue M11 deutlich Konkurrenz. Beide Kameras bieten eine große Auswahl an Objektiven, da beinahe alle von Leica je produzierten Objektive mit ihnen kompatibel sind. Sie haben sehr gute Farbsensoren und eine super Auflösung. Unter den Leica Kameras sind diese M-Modelle sicherlich die Allrounder. Mit ihnen kann man nicht nur außergewöhnliche Farbaufnahmen machen, sondern im Monochrom-Modus auch sehr gute Schwarz-Weiß-Aufnahmen. Durch die ins Objektiv integrierte Blende ist die Kamera ganz ohne den Blick aufs Display bedienbar und erlaubt ein Fotografie-Erlebnis ohne Ablenkungen.

Die M Monochrom ist deutlich spezialisierter. Die Kamera, mit der einzig und allein Schwarz-Weiß-Aufnahmen gemacht werden können, mag etwas für Puristen sein, der Verzicht auf den Farbsensor lohnt sich aber. Zum einen wird so die Konzentration auf das Nötigste erleichtert und ein anderes Bewusstsein für Komposition und Licht erreicht. Zum anderen ist die Darstellung feinster Bilddetails bei Verzicht auf den Farbsensor einfach sensationell.

Wer die Arbeit mit Festbrennweiten liebt oder in diesem Bereich Erfahrungen sammeln will, liegt mit der Leica Q2 genau richtig. Diese Kamera hat ein fest verbautes Objektiv mit einer Festbrennweite von 28 mm, was neben der 35mm Festbrennweite als Goldstandard in der Street-Fotografie gilt. Das f / 1.7 Objektiv ist besonders schnell und macht bei Nacht wie bei hellem Sonnenlicht gleichbleibend gute Fotos. Die Farben sind ebenso schön wie bei Fotos mit einer Leica M und die Q2 ist vergleichsweise erschwinglich, da das Objektiv direkt eingebaut ist. Wer sich mit dem manuellen Fokus der M-Serie nicht anfreunden mag, kann hier auf einen blitzschnellen Autofokus zurückgreifen.

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