Welche Kamera für Hochzeitsfotografie?

Sie wird auch als die Königsdisziplin der Fotografie bezeichnet: die Hochzeitsfotografie. Diejenigen, die sich mit diesem Thema auskennen, wissen, dass sie eine ganz besondere Art der Fotografie ist und von authentischen, einzigartigen Momenten lebt. Weil es hier darum geht, diesen ganz besonderen Tag im Leben zweier Menschen aufzufangen und sich dabei kein Schlüsselereignis entgehen zu lassen, lastet ein bestimmter Druck auf Hochzeitsfotografen. Damit am großen Tag nichts schiefgeht, sollten Hochzeitsfotografen besonders gut vorbereitet sein und dazu gehört nicht zuletzt die richtige Ausstattung. Auf welche Kameras erfahrene Hochzeitsfotografen setzen und was man bei der persönlichen Wahl beachten sollte, das lesen Sie hier:
Die eierlegende Wollmilchsau
Der Titel verrät es schon: Die perfekte Kamera für die Hochzeitsfotografie ist für viele noch eine abstrakte Traumvorstellung. Im Idealfall sollte sie leicht, handlich und diskret im Aussehen sein, eine lange Akkulaufzeit haben und über einen rauscharmen Vollformatsensor sowie ein gutes und genaues Autofokussystem verfügen.

Tatsächlich ist es jedoch schwierig, eine Kamera zu finden, die all diese Kriterien erfüllt. Jede Firma und auch jedes Modell haben natürlich ihre ganz eigenen Stärken, aber auch Schwachpunkte. Die Bandbreite der Kameras, die Hochzeitsfotografen empfehlen, reicht von edlen Hasselblad-Kameras über Marken wie Nikon oder Canon.
Spiegelreflex oder Systemkamera?
Eine grundlegende Frage bei der Wahl der Kamera ist zunächst einmal, ob es eine Spiegelreflexkamera sein muss oder vielleicht für die Fotos bei der Hochzeit auch eine Systemkamera reicht. Diese hat den Vorteil, diskret, handlich und leicht zu sein. Außerdem sind Systemkameras in der Regel preisgünstiger als Spiegelreflex. Generell sind Systemkameras eine Option für die Hochzeitsfotografie, allerdings sollte die Kamera der Wahl unbedingt robust sein und einen rauscharmen Sensor enthalten.

Auch wenn es wirklich gute Systemkameras gibt, setzen professionelle Hochzeitsfotografen für eine optimale Bildqualität auf jeden Fall auf Spiegelreflexkameras. Wenn man selbst nicht professionell in dem Bereich unterwegs ist, sondern als Hobbyfotograf die Hochzeit eines Familienmitglieds, eines Freundes oder einer Freundin begleiten möchte, ist die beste Kamera allerdings oft diejenige, die gerade zur Hand ist. Denn egal, ob Spiegelreflex oder Systemkamera, ein guter Fotograf macht auch gute Fotos. Passende Kamerataschen und Protektoren für Ihre Kamera finden Sie hier.
Vollformat sollte es auf jeden Fall sein
Für die Profis unter den Hochzeitsfotografen, die in ihre Ausrüstung für bessere Fotos auch mal ein bisschen mehr investieren können, gehört eine Vollformatkamera einfach dazu. Denn Lichtverhältnisse können in dem authentischen Setting einer Hochzeit zum Problem werden. Gerade in der Kirche oder auf dem Standesamt ist Fotografie mit Blitz oft unerwünscht oder unpassend, da sie die Zeremonie stört. Wenn man auf den Blitz verzichten muss, braucht es einen lichtempfindlichen Fotosensor, um trotzdem scharfe und gute Bilder machen zu können.

Zwar kann man die fehlende Lichtempfindlichkeit bei anderen Kameras steigern, indem man deren IOS erhöht, allerdings kommt es hier zu starkem Rauschen. Die Vollformatkamera mit ihrer höheren Lichtempfindlichkeit ist hier also die Kamera der Wahl.
Schöner zu zweit
Ob die Batterie genau im falschen Moment schlappmacht, die Speicherkarte voll ist oder eine andere Panne auftritt, the show must go on. Der Albtraum aller Hochzeitsfotografen ist es, den schönsten Kuss oder den besonderen Blick des Tages zu verpassen. Um auf Nummer sicherzugehen, haben viele Hochzeitsfotografen deshalb gleich zwei Kameras dabei.

Ein weiterer Vorteil der Doppel-Ausrüstung ist es, dass der Wechsel zwischen zwei Kameras, die man gleichzeitig zur Hand hat, unter Umständen einfacher ist als der Objektivwechsel an nur einer Kamera. Vor allem, wenn die Hochzeit in einer besonderen Location wie am Strand oder in einem natürlichen Setting stattfindet, in dem man nicht ständig die Kamera umbauen und damit Sand oder Staub im Gehäuse riskieren möchte.

Wer auf zwei Kameras für die Hochzeitsfotos setzt, ist gut beraten, dabei auf zweimal das gleiche Modell oder wenigstens zwei Kameras der gleichen Firma zu setzen. Auch wenn es verlockend ist, verschiedene Kameras mit ihren jeweils eigenen Stärken einzusetzen, ist es einfach praktischer, nicht bei jedem Kamerawechsel umdenken zu müssen. Passende Kamerataschen um mehrere Kameras stilvoll und sicher zu verstauen finden Sie hier.
Was neben der richtigen Kamera noch dazu gehört
Außer der richtigen Kamera oder eben dem richtigen Kamera-Paar gibt es noch ein paar Ausrüstungsgegenstände, die für einen guten Hochzeitsfotografen unabdingbar sind. Für das eigene Auftreten ist natürlich das Outfit bei der Hochzeit sehr wichtig, darüber gibt es hier mehr zu lesen. Damit die schweren Kameras bei den vielen Stunden auf den Beinen nicht auf die Knochen schlagen, sollten Hochzeitsfotografen außerdem ein genauso bequemes wie elegantes Gurtsystem finden.

Beim Kamerazubehör ist zuerst einmal an extra Speicherkarten zu denken. Lieber eine mehr als eine zu wenig ist hier die Devise und sie sollten jeweils am besten eine Kapazität von 16 bis 32 GB haben. Die kleinen, handlichen Karten passen in jede Hosen- oder Hemdtasche und sind bei den vielen Bildern dieses Tages und vor allem bei Speicherplatz-intensiven RAW-Formaten unabdingbar.

Ein paar Objektive gehören auch zur Grundausstattung eines Hochzeitsfotografen. Da wäre zum Beispiel das Weitwinkelobjektiv, das sowohl für Gruppenbilder als auch dynamische Aufnahmen bei der Party oder für Bilder der Location Gold wert ist. Außerdem sollte auf jeden Fall ein schnelles Teleobjektiv mit von der Partie sein, damit der Fotograf aus diskreter Entfernung auch intime Momente des Brautpaares oder der Familie festhalten kann, ohne sie durch seine Präsenz zu verändern oder zu stören.

Auch wenn sich mit Blitz zu fotografieren wie erwähnt in manchen Momenten der Hochzeit (wie in der Kirche oder im Standesamt) ausschließt, ist es gut, bei der Hochzeit einen guten Aufsteckblitz und Reflektoren dabei zu haben. Damit lassen sich Porträts perfekt in Szene setzen. Auch bei schlechten Lichtverhältnissen und in Innenräumen helfen diese Begleiter.

Quellen

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